Sag mir, träumst du eigentlich auch manchmal von uns? So wie heute. Wie ich heute, zumindest. Wir sind zusammen eine Straße lang gelaufen, so einfach und doch hat dieser Traum es geschafft in mir diese unbeschreibliche Sehnsucht erneut zu erwecken. Du hast meine Hand gehalten und wir sind einfach nur gelaufen, haben geredet. Ich war überrascht als du meine Hand in deine genommen und deine Finger mit meinen verschränkt hast. Scheinbar wusstest du nicht, dass wir das schon seit Beginn unserer Freundschaft nicht mehr machen. Händchen halten. Damals haben wir das immer getan, wann auch immer ich mit dir unterwegs war. Du warst der Meinung, dass du mich sonst verlieren würdest, wenn wir unter Menschen sind und das wolltest du nicht. Die kleine Straße hatte kein Ende, zumindest keins, das ich bemerkt habe. Wir sind einfach nur gelaufen. So einfach und doch eine so absurde Vorstellung, dass mir soetwas jemals wieder passiert. Dann bin ich aufgewacht und habe mich selbst dabei ertappt, wie ich krankhaft mit einer Hand mein Kissen umklammert hielt. Die Hand, die du kurz davor noch gehalten hast.
